Arezzo

Arezzo hat sehr alte Ursprünge: sie war ein der größten etruskischen Amtgebiete des Lucumons und sie entwickelte sich in der romanischen Zeit, auch dank ihrer Gießereien und vor allem der Produktion von rot-lackierten (korallenroten) Vasen, die vom ersten Jahrhundert v.Ch. bis zum ersten Jahrhundert n.Ch. eine weite Verbreitung hatten. Arezzo befindet sich geographisch im Süd-Osten der Toskana und sie ist in der Mitte von vier wunderschönen Tälern, die sich strahlenförmig von der Stadt öffnen: Valtiberina, Casentino, Valdarno und Valdichiana. Der Kunstweg der Stadt hat sehr interessante Elemente, die mit sehr originellen Eigenschaften ausgestattet sind: es gibt nichts Ähnliches der romanischen Kirche von S. Maria della Pieve (XII. - XIII. Jahrh.); auch Piazza Grande mit ihrer Neigung und der Gliederung der umschliessenden Gebäude stellt einen Stachel für die Phantasie dar; der Kruzifixus von Cimabue (XIII. Jahrh.) in der Kirche von S. Domenico; die Glaswände von De Macillat (XVI. Jahrh.) in der Kathedrale, das Renaissancejuwel der Laube von S. Maria delle Grazie (XV. Jahrh.) und schließlich das absolute Meisterwerk: die Serie von Freskogemälden, die Legende des Kreuzes von Piero della Francesca (XV. Jahrh.) in der Basilika von San Francesco darstellen. Und vielleicht gerade von Piero kann einen Idealweg durch die Provinz Arezzo beginnen, u.z. die Valtiberina: von Madonna del Prato a Monterchi zu den Werken in Sansepolcro, wie Resurrezione (Auferstehung) und Madonna della Misericordia. Neben der Valtiberina mit ihren Kunstwerken und ihren breiten Weide- und Wälderhorizonten, bietet das Land von Arezzo wunderschöne Landschaften in Casentino, wo den Nationalpark der Casentino Forsten gegründet worden ist; in seinem Innern, zwischen reiner Natur und jahrhundertalten Bäumen befinden sich zwei berühmte Klostersiedlungen: die Verna Wallfahrtskirche und die Camaldoli Ermitage. Es gibt zahlreiche romanische Pfarrbezirke und die Schlösser von Poppi, Romena, Porciano, die Pfarrbezirke von Socana, Romenae di Stia. Auch Valdarno bietet sehr schöne Landschaften; sehr wichtig sind das Pratomagno Massiv und das Cavriglia Gebiet, wo ein eingerichteter Naturpark existiert. Die zahlreichen Zeichen der Jahrhundertalten Anwesenheit des Menschen können in einem alten Dorf wie Loro Ciuffenna oder in einer "eingemauerten Erde" wie San Giovanni Valdarno gefunden werden. In San Giovanni Valdarno gibt es ein wunderschönes Rathaus, Werk von Arnolfo di Cambio und eine Annunciazione (Maria Verkündigung) von Beato Angelico. Val di Chiana, die intensiv und liebvoll in ihrer ganzen Oberfläche von 500 Km² angebaut ist, scheint von der Stadt von Cortona, die sich bei 600 m. erhebt, wie einen Garten. Cortona hat einen festen Kunst- und Kulturlockung, nicht nur wegen ihrer Vergangenheit als sehr wichtige etruskische Stadt, von der es viele Überreste gibt, wie die riesigen Mauern und die fürstlichen Gräber, sondern auch dank anderer zahlreichen sowohl architektonischen als auch malerischen Kunstwerke darauffolgender Zeiten. Sehr berühmt und besucht ist die jährliche Messe des alten Möbels, die in Cortona Anfang September gemacht wird. Sehr interessant vom künstlerischen, architektonischen und landschaftlichen Gesichtspunkt sind in Valdichiana auch die Städte von Monte San Savino, Lucignano und Castiglion Fiorentino.

